Extreme Farbsättigung
Wenn eine einzelne Farbe eine sehr hohe oder sehr niedrige Tintensättigung aufweist, führt das selten zu guten Druckergebnissen.
- Werte unter 10 % können so schwach sein, dass sie im Druck kaum sichtbar oder gar nicht wiedergegeben werden.
- Werte über 90 % können so dicht wirken, dass sie kaum von einer Volltonfarbe zu unterscheiden sind.
Dieses Problem tritt besonders beim Schwarzweißdruck auf, da hier nur eine einzige Farbe aus dem CMYK-Farbraum verwendet wird.
Das K in CMYK steht für Key. Zur Vereinfachung wird jedoch oft einfach Schwarz gesagt. Die Schlüsselplatte ist eine Metallplatte, die während des Druckprozesses feine Details und Konturen im Bild festhält.
Zu hell
Die graue Linie nebenan ist auf deinem Bildschirm gut zu erkennen. Doch mit einer Sättigung von nur 8 % (also 2 % unter dem empfohlenen Minimum) ist sie im Druck kaum sichtbar.
Erhöhen wir die Sättigung auf mindestens 10 %, wird sie deutlich besser dargestellt.
Zu dunkel
In der Grafik (rechts) kannst du den Unterschied zwischen dem kleinen dunklen Kreis und dem größeren, etwas helleren Kreis gut erkennen. Doch im Druck sind die 91 % Sättigung des großen Kreises und die 100 % Sättigung des dunkleren Kreises kaum zu unterscheiden. Dort erscheint nur ein einziger dunkler Kreis.
Das liegt daran, dass Bildschirme RGB-Licht zur Farbdarstellung nutzen, während Druckmaschinen mit CMYK-Tinte arbeiten. Wenn die Tintensättigung über 90 % liegt, wirkt der gesamte Bereich im Druck dunkler als auf dem Bildschirm.
Mehr über die Unterschiede zwischen CMYK und RGB erfährst du hier.
Skala für die Tintensättigung
Die Grafik (rechts) zeigt eine Sättigungsskala für eine einzelne Farbe. Wenn du beispielsweise Schwarzweiß druckst, besteht deine einzige CMYK-Farbe aus K (Schwarz). Doch auch beim Farbdruck mit allen vier CMYK-Farben spielt die Tintensättigung eine wichtige Rolle.
Beim Festlegen der CMYK-Werte für dein Design nutzen wir eine Skala von 0 % bis 100 %. Diese gibt an, wie viel Tinte jeder Farbe beigemischt wird, um die gewünschte Farbe zu erzeugen.
- Mehr Tinte = dunklere Farbe
- Jedes Pixel in deiner Datei kann einen Sättigungsgrad zwischen 0 % und 100 % für jede der vier Farben aufweisen.
- Die maximale Gesamtsättigung für ein Pixel beträgt somit 400 % (100 % C + 100 % M + 100 % Y + 100 % K).
Beispiel: Mixam-Logo
Unsere blaugrüne Logofarbe hat die Werte C:65 M:0 Y:28 K:0. Das bedeutet:
- 65 % Cyan
- 0 % Magenta
- 28 % Gelb
- 0 % Schwarz
- Gesamtsättigung: 93 % von maximal 400 %
Tintensättigung und Druckeffizienz
Die Farbblöcke zeigen vier Kreise mit einer Sättigung von 100 % bis 400 %. Du kannst sehen, wie sich die Farben verändern, wenn der CMYK-Anteil erhöht wird.
- Sobald die Gesamtsättigung 250 % überschreitet, nimmt die Tintenmenge erheblich zu.
- Das kann zu längeren Trocknungszeiten und höheren Druckkosten führen, da das Papier stärker mit Tinte gesättigt wird.
Achte daher auf eine ausgewogene Farbzusammensetzung, um optimale Druckergebnisse zu erzielen.
Der optimale Sättigungsgrad
Auf dem Bildschirm sehen 91 % Schwarz und 100 % Schwarz unterschiedlich aus, doch im Druck erscheinen sie gleich dunkel. Ebenso wirkt eine CMYK-Sättigung von 300 % im Druck genauso dunkel wie 400 %.
Daher empfehlen wir, die dunkelsten Farbtöne auf eine Gesamt-CMYK-Sättigung von 150 % bis 250 % einzustellen. Dieser Bereich sorgt dafür, dass Farben leuchtend und klar bleiben, ohne durch übermäßige Tintenmengen an Tiefe zu verlieren.
Die beste Wirkung erzielt man, wenn die Sättigung gezielt und sparsam eingesetzt wird. Selbst ein tiefes Schwarz kann bereits mit weniger als 200 % Sättigung intensiv und kräftig wirken, entscheidend ist die richtige Abstimmung der CMYK-Werte.
Papiersorten und Tintensättigung
Nicht jedes Papier verhält sich beim Druck gleich. Einige Papiersorten absorbieren mehr Tinte als andere.
- Mattes und glänzendes Papier sind ideal für klare, gestochen scharfe Drucke, da sie die Tinte weniger aufsaugen und kräftige Farben ermöglichen.
- Ungestrichenes und recyceltes Papier nimmt Tinte schneller auf, wodurch die Farben dunkler erscheinen und an den Rändern leicht verlaufen können.
Die Wahl des richtigen Papiers ist entscheidend für den optimalen Sättigungsgrad und damit für ein hochwertiges Druckergebnis.